Ein spannender Vor-Ort-Termin bei Andreas Kathöfer verband am 13. April 2026 gelebte Gemeinschaft mit zukunftsweisender Technologie. Auf Einladung von Andreas Kathöfer und Ralf Stükerjürgen von der Rietberger Firma STÜWA konnte die Männergemeinschaft live miterleben, wie die Energie der Zukunft aus der Erde geholt wird.
Es gibt Tage, an denen die graue Theorie der Praxis weichen muss – und der 13. April war genau so ein Tag. Auf dem Grundstück von Andreas Kathöfer stand ein eindrucksvolles Projekt an: Die Bohrung für eine Erdwärmesonde. Mit einer beachtlichen Tiefe von 120 Metern ging es buchstäblich in den Untergrund, um die natürliche Wärme unserer Erde für die heimische Energieversorgung nutzbar zu machen.
Rund um das imposante Bohrgerät versammelte sich die Männergemeinschaft, um nicht nur die schweren Maschinen in Aktion zu sehen, sondern auch aus erster Hand zu erfahren, wie das System funktioniert. Ralf Stükerjürgen ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer in einem umfassenden und fesselnden Bericht in die Welt der Geothermie einzuführen.
Wie funktioniert Erdwärme (Geothermie) eigentlich?
In seinem Vortrag erklärte Ralf Stükerjürgen anschaulich, was in den 120 Metern unter Andreas' Grundstück passiert. Hier sind die wichtigsten Fakten zur Erdwärme, die an diesem Tag vermittelt wurden:
Der Wärmespeicher Erde: Bereits ab einer Tiefe von etwa 10 bis 15 Metern herrscht im Boden eine konstante Temperatur von rund 10 bis 12 Grad Celsius – völlig unabhängig von Jahreszeit oder Wetter. Je tiefer man bohrt, desto wärmer wird es (ca. 3 Grad pro 100 Meter).
Die Erdwärmesonde: Bei einer 120-Meter-Bohrung wie bei Andreas werden U-förmige Kunststoffrohre (die Sonden) in das Bohrloch hinabgelassen. Das Loch wird anschließend mit einem speziellen, gut wärmeleitenden Material (Dämmer) verfüllt, um das Grundwasser zu schützen und einen perfekten Kontakt zum Gestein herzustellen.
Der Kreislauf: In den Rohren zirkuliert eine frostsichere Flüssigkeit. Sie nimmt auf ihrem Weg in die Tiefe die Wärme des Erdreichs auf und transportiert sie nach oben.
Die Wärmepumpe: An der Oberfläche übergibt die Flüssigkeit die aufgenommene Umweltwärme an eine Wärmepumpe. Diese verdichtet die Wärme mithilfe von etwas Strom auf ein höheres Temperaturniveau, sodass sie für die Heizung und das Warmwasser im Haus genutzt werden kann.
Der Umwelt-Vorteil: Erdwärme ist eine unerschöpfliche, lokale und klimafreundliche Energiequelle. Sie macht unabhängig von fossilen Brennstoffen und kann im Sommer sogar zur passiven Kühlung des Gebäudes genutzt werden.
STÜWA aus Varensell: Ein lokaler Global Player
Dass Ralf Stükerjürgen so detailliert und leidenschaftlich über das Thema referieren konnte, kommt nicht von ungefähr. Er vertritt die STÜWA Konrad Stükerjürgen GmbH, ein echtes ostwestfälisches Aushängeschild mit Sitz direkt hier in Rietberg-Varensell.
Für alle, die die Firma noch nicht im Detail kannten, bot der Tag spannende Hintergrundinformationen zum Unternehmen:
Vom Handwerksbetrieb zum Global Player: STÜWA ist einer der führenden Hersteller für Brunnenausbautechnik und Geothermie-Produkte in Europa. Was einst als Familienunternehmen begann, ist heute eine weltweit agierende Firma.
Höchste Qualitätsstandards: Ob Filterrohre aus Kunststoff, Stahl oder Edelstahl für den weltweiten Trinkwasserbrunnenbau oder eben hochmoderne Erdwärmesonden und Verteilerschächte – STÜWA produziert Produkte, die extremen Drücken und Umweltbedingungen in der Tiefe standhalten müssen.
Innovation direkt vor der Haustür: Das Unternehmen ist bekannt dafür, immer wieder neue, umweltfreundliche und effiziente Lösungen für den Brunnenbau und die Geothermie zu entwickeln. Dabei wird großer Wert auf nachhaltige Materialien und den Schutz des Grundwassers gelegt.
Ein gelungener Abschluss
Nach den beeindruckenden Einblicken in das 120 Meter tiefe Bohrloch und dem technischen Input von Ralf Stükerjürgen klang das Treffen in gewohnt geselliger Runde aus. Der Tag hat eindrucksvoll gezeigt: Die Energiewende ist kein abstraktes Konzept, sondern findet direkt bei uns vor Ort statt – umgesetzt von engagierten Menschen aus der Region und mit Technik, die in Varensell erdacht und gemacht wird.
Ein großer Dank der Männergemeinschaft gilt Andreas Kathöfer für die Gastfreundschaft und die Bereitstellung seines "Versuchsgeländes" sowie Ralf Stükerjürgen für den großartigen und lehrreichen Vortrag und die perfekte Verpflegung!









