Mit einem voll besetzten Bus der Firma Zander und Busfahrer Franz Aschhoff startete der Chor Pro C-Dur Varensell e.V. Mitte Mai zu einem besonderen Chorwochenende ins Zillertal.
Rund 50 sangeslustige Mitglieder machten sich frohen Mutes Richtung Fügen auf, ins wohlbekannte Wohlfühlhotel Schiestl, wo ein unvergessliches Wochenende auf die Gruppe wartete.
Nach einer nächtlichen Busfahrt erreichte der Chor pünktlich zum Frühstück um 8:15 Uhr das Hotel.
Zimmer bezugsfertig, erste Kontakte geknüpft – hier wird man sich rundum wohlfühlen.
Mit einer gemeinsamen Jause begann um 14:00 Uhr im Probenraum der Bundesmusikkapelle Fügen, der dem Chor freundlicherweise vom Musikverein, vertreten durch dessen Vorsitzenden Maximilian Hauser zur Verfügung gestellt wurde, die erste Chorprobe.
Nach intensiven dreieinhalb Stunden Probe ging es zurück ins Hotel, wo ein gemeinsames Abendessen wartete. Den ersten Abend ließ die Gruppe gemütlich in der Zirbenstube ausklingen – natürlich nicht ohne Musik. Mit der eigens zusammengestellten „Chor-Mundorgel“ sang man bis in den Abend hinein gemeinsam.
Auch der Freitag stand ganz im Zeichen von Musik und Gemeinschaft.
Nach dem Frühstück folgte die nächste Probe von 10:30 bis 13:00 Uhr, bevor am Nachmittag ein besonderes Highlight auf dem Programm stand: eine gemeinsame Brauereibesichtigung im Zillertaler Brauhaus. Nach interessanten Einblicken durfte eine Verkostung der „Probebiere“ nicht fehlen – begleitet von einem spontanen musikalischen Ständchen mit „Die kleine Kneipe“.
Der Abend wurde bunt: Beim Karaokeabend standen die Lieblingslieder aus der Jugend der Mitglieder im Mittelpunkt. Ein fröhliches Potpourri aus bekannten Songs, viel Lachen und ein Gläschen Wein oder Bier machten den Abend zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.
Trotz einer kurzen Nacht wurde auch der verregnete Samstagmorgen für Proben genutzt.
Danach zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite: Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ging es zum Achensee und weiter zur Gramai Alm.
Ob sportlich oder gemütlich – für alle war etwas dabei.
Busfahrer Franz setzte die Wanderfreudigen je nach Wunsch in unterschiedlicher Entfernung zur Alm ab – 7, 4 oder 2 Kilometer Wegstrecke. Wer es ruhiger angehen wollte, fuhr direkt bis zur Alm.
Schnee auf den Bergen, Sonne im Gesicht, gute Gespräche und gemeinsame Zeit – schöner hätte dieser Ausflug kaum sein können.
Für besondere Unterhaltung sorgte ein neuer, eher ungewöhnlicher Reisebegleiter: Ein scherzhaft eingeführter „Begleitvogel“, der zunächst als Spaß-Reiseleitung diente, entwickelte sich schnell zum heimlichen Star der Fahrt. Mit seinem langen Hals war er bei Proben und Ausflügen stets gut sichtbar und zeigte symbolisch den Weg. So sehr schlossen ihn alle ins Herz, dass auf der Rückfahrt von der Alm schließlich ein Name für das neue Chor-Maskottchen gefunden wurde.
Zurück im Hotel wartete am Samstagabend ein emotionaler Höhepunkt.
In Trachtenkleidung gab der Chor ein Hauskonzert für Marianne und ihre Familie, die Gastgeber und das Herz des Hauses. Der Chorleiter Markus Koch wechselte an den frisch gestimmten, rund 140 Jahre alten Flügel im Hotelfoyer und begleitete die Sängerinnen und Sänger am Klavier. Besonders Marianne zeigte sich tief bewegt – vor allem vom Klang des historischen Instruments, dessen Zukunft lange ungewiss schien. Fröhlich bedankte sie sich für das besondere Konzert.
Auch der Vorsitzende der Musikkapelle Fügen erhielt ein musikalisches Ständchen. Schnell war klar: Ein Wiedersehen in Fügen soll es geben – ein Probenraum steht dem Chor jederzeit offen.
Beim letzten gemeinsamen Abendessen wurden Erinnerungen geteilt, gelacht und auf das gelungene Wochenende zurückgeblickt.
Busfahrer Franz überraschte die Gruppe zudem mit einem musikalischen Beitrag auf der Standorgel des Hotels – denn eines wurde auf dieser Fahrt deutlich: Ohne gemeinsames Singen geht es bei Pro C-Dur Varensell e.V. einfach nicht.
Der letzte Abend klang fröhlich in der Zirbenbar aus, inklusive der spontanen Taufe des neuen Maskottchens. Musik und Gemeinschaft zeigten erneut ihre tiefe Verbindung – von weltlichen Liedern bis hin zu bekannten christlichen Gesängen.
Am Sonntagmorgen trat die Gruppe nach einem gemütlichen Frühstück die Heimreise an.
Was bleibt von dieser Fahrt?
Vor allem die Erkenntnis, dass Musik verbindet.
Gemeinsames Singen stärkt die Gemeinschaft – in Proben, bei Konzerten und genauso in den freien Momenten dazwischen.
Besonders das gemeinsame Lachen wird vielen in Erinnerung bleiben.
Ob eigentlich am Ende mehr gelacht als gesungen wurde weiß niemand – darüber führt niemand Buch. Ob mit Heiserkeit vom Singen oder Bauchschmerzen vor Lachen: Alle waren sich einig, dass diese Tage der Seele gutgetan haben.
Und eines steht fest: Gemeinsame Chorfahrten wird es weiterhin geben. Vielleicht führt der Weg irgendwann sogar wieder ins Zillertal.
Bericht von Diana Kochtokrax







































